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<title>Logistiksystem</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Logistiksystem</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Jedes <b>logistische System</b> dient der raum-, zeit-, art- und mengenmäßigen Veränderung von <a href="Gut_(Wirtschaftswissenschaft)" title="Gut (Wirtschaftswissenschaft)">Gütern</a>.
Transport-, Lager- und Kommissioniersysteme erfüllen genau diese Funktion. Unterstützt wird der gesamte Güterfluss durch die im <a href="Verpackung" title="Verpackung">Verpackungssystem</a> stattfindenden Verpackungsprozesse, durch die das Transportieren, Lagern und <a href="Kommissionierung" title="Kommissionierung">Kommissionieren</a> erleichtert oder oftmals gar erst ermöglicht wird. <a href="Information" title="Information">Informationen</a>, also immaterielle Güter, lösen den gesamten (materiellen) Güterfluss aus. Der <a href="Informationsfluss" title="Informationsfluss">Informationsfluss</a>, der bei der organisatorischen Gestaltung von großer Bedeutung ist, verläuft parallel zur logistischen Kette und korrespondiert mit dem Materialfluss.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Grundstrukturen">Grundstrukturen</h2></div>
<p>Jedes Logistiksystem ist durch das Zusammenspiel von Bewegungs- und Speicherprozessen gekennzeichnet. Durch ein Netzwerk von <a href="Knoten_(Graphentheorie)" title="Knoten (Graphentheorie)">Knoten</a> (<a href="Speicher_(Geb%C3%A4ude)" class="mw-redirect" title="Speicher (Gebäude)">Speicher</a>, <a href="Lagerhaltung" title="Lagerhaltung">Lager</a>) und <a href="Kante_(Graphentheorie)" title="Kante (Graphentheorie)">Kanten</a> (Bewegungen) werden Objekte(Güter, <a href="Energie" title="Energie">Energie</a>, Informationen, Menschen) geführt.
</p><p>Zwischen Quelle (Lieferpunkt) und Senke (Empfangspunkt) sind unterschiedliche Verbindungsstrukturen möglich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einstufiges_Logistiksystem">Einstufiges Logistiksystem</h3></div>
<p>In einstufigen Logistiksystemen besteht ein <i>direkter Güterfluss</i> zwischen Lieferpunkt (Quelle) und Empfangspunkt (Senke).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mehrstufiges_Logistiksystem">Mehrstufiges Logistiksystem</h3></div>
<p>Bei mehrstufigen Logistiksystemen besteht ein <i>indirekter Güterfluss</i> – wird durch mindestens einen weiteren Knoten unterbrochen, an dem zusätzliche Speicherprozesse und/oder Bewegungsprozesse stattfinden. In einem Auflösepunkt treffen die Güter in großen <a href="Menge" class="mw-disambig" title="Menge">Mengen</a> vom Lieferpunkt aus ein und verlassen ihn in kleinen Mengen hin zu verschiedenen Empfangspunkten. Das Auflösen besteht entweder in einer reinen Verkleinerung der Mengen eines bestimmten Gutes oder in einem Zusammenstellen (Assortieren, Kommissionieren) von Gütern nach Menge und Sorte (Beispiel: Ein Möbelhersteller unterhält regionale Auslieferungslager für die Belieferung des <a href="Einzelhandel" title="Einzelhandel">Einzelhandels</a>). In mehrstufigen Logistiksystemen tritt häufig ein <a href="Kombinierter_Verkehr" title="Kombinierter Verkehr">Kombinierter Verkehr</a> auf, der mit unterschiedlichen <a href="Transportmittel" title="Transportmittel">Transportmitteln</a> durchgeführt wird. In einem <a href="Umschlagplatz" title="Umschlagplatz">Konzentrationspunkt</a> treffen kleinere Mengen aus mehreren Lieferpunkten aus ein und verlassen ihn in großen Mengen hin zu einem Empfangspunkt.
</p><p>Beispiel: Für einen Automobilhersteller sammelt ein <a href="Gebietsspediteur" title="Gebietsspediteur">Gebietsspediteur</a> einzelne Sendungen bei mehreren, in einer bestimmten <a href="Region" title="Region">Region</a> ansässigen Zulieferern ein und schlägt diese in einem <a href="Umschlagbahnhof" title="Umschlagbahnhof">Umschlagbahnhof</a> auf einen zielreinen <a href="G%C3%BCterzug" title="Güterzug">Güterzug</a> oder konzentriert die Ladung in einem Logistikzentrum auf einen möglichst großen Frachtträger. Im Rahmen der gesamten <a href="Transportkette" title="Transportkette">Transportkette</a> bezeichnet das Sammeln der Güter auch als Vorlauf und den anschließenden Transport dann auch als Hauptlauf. Für die Umschlagzentren wird im deutschen Sprachraum zunehmend auch das Wort <a href="Cross_docking" class="mw-redirect" title="Cross docking">Cross docking</a> verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kombiniertes_Logistiksystem">Kombiniertes Logistiksystem</h3></div>
<p>Kombinierte Logistiksysteme beinhalten schließlich <i>direkte</i> und <i>indirekte Güterflüsse</i> nebeneinander.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Logistische_Systeme_im_Unternehmen_–_Subsysteme"><span id="Logistische_Systeme_im_Unternehmen_.E2.80.93_Subsysteme"></span>Logistische Systeme im Unternehmen – Subsysteme</h2></div>
<p>Die verschiedenen logistischen Leistungsphasen eines Unternehmens sowie die durch sie induzierten Transformationen der Güter bilden zusammen ein logistisches System.
</p><p>Nach den Inhalten der logistischen Aufgabe unterscheiden sich innerhalb eines logistischen Systems verschiedene logistische Sub(Teil-)systeme:
<a href="Beschaffungslogistik" title="Beschaffungslogistik">Beschaffungslogistik</a>,
<a href="Produktionslogistik" title="Produktionslogistik">Produktionslogistik</a>,
<a href="Distributionslogistik" title="Distributionslogistik">Distributionslogistik</a>,
<a href="Entsorgungslogistik" title="Entsorgungslogistik">Entsorgungslogistik</a>.
</p><p>Entsprechend dieser Unterteilung spricht man häufig auch von Beschaffungsnetzwerken, Produktionsnetzwerken, Distributionsnetzwerken und Entsorgungsnetzwerken.
Zwischen den einzelnen Subsystemen bestehen integrative Beziehungen. Jedes dieser Subsysteme ist ein Objekt des übergeordneten Gesamtsystems, aber zugleich auch ein eigenständiges Logistiksystem. Es ist immer eine ganzheitliche Betrachtung aller logistischen Prozesse erforderlich, weil optimale Teillösungen nicht zwangsläufig zu einem optimalen Gesamtergebnis führen müssen.
</p><p>Bei der Auswahl/Planung von Logistiksystemen bzw. bei der Optimierung bestehender Logistiksysteme sind die sämtliche eingesetzten Logistiksysteme so zu einem leistungsfähigen <a href="Netzwerk" title="Netzwerk">Netzwerk</a> zu <a href="Verkn%C3%BCpfung" class="mw-disambig" title="Verknüpfung">verknüpfen</a>, zu <a href="Koordination" title="Koordination">koordinieren</a> und zu managen, dass die Aufträge und Prozesse des <a href="Unternehmen" title="Unternehmen">Unternehmens</a> optimal ablaufen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kooperationen_in_der_Logistik">Kooperationen in der Logistik</h2></div>
<p>Die Logistik hat in der betrieblichen Planung oft keine wesentliche Bedeutung, da durch Lager Verzögerungen abgefangen werden können und die möglichen Einsparungen bei den Transportkosten im Vergleich zu den Verhandlungsspielräumen bei den Einkaufspreisen gering scheinen. Durch eine Kooperation im Einkauf und bei der Logistik (auch im Wege des <a href="Outsourcing" title="Outsourcing">Outsourcing</a> der eigenen Logistik oder durch völlig neue Strukturen wie z.&nbsp;B. gemeinsame <a href="Milkrun-Konzept" title="Milkrun-Konzept">Milkrun</a>-Systeme) können jedoch wesentliche Einsparungen in Summe über folgende Bereiche erzielt werden:
</p>
<ul><li>Transportkosten</li>
<li>Lagerhaltungskosten inkl. Bestandhaltungskosten</li>
<li>Kosten der Auftragsabwicklung</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Logistikkonzept" title="Logistikkonzept">Logistikkonzept</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Reinhard Koether (Hrsg.): <i>Taschenbuch der Logistik</i>. Carl Hansen Verlag. München 2004. ISBN 3-446-22247-2.</li>
<li>Thomas Plümer: <i>Logistik und Produktion</i>. Oldenbourg 2003. ISBN 3-486-27470-8.</li>
<li>Hans-Christian Pfohl: <i>Logistiksysteme – Betriebswirtschaftliche Grundlagen</i>. Springer. Berlin 2004. ISBN 3-540-40586-0.</li>
<li><a href="Manfred_Schulte-Zurhausen" title="Manfred Schulte-Zurhausen">Manfred Schulte-Zurhausen</a>: <i>Organisation</i>. Verlag Vahlen. München 2005. ISBN 3-8006-3205-5.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.regionallogistik.info/">Regionale Logistik</a></li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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